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Führungskräfte, euer Team spürt euch, bevor es euch hört.

Etwas, das ich in meiner Coaching-Praxis immer wieder beobachte:

Deine Ausstrahlung ist wichtiger als deine Leistung. Menschen reagieren nicht auf dein Fachwissen, sondern darauf, wie sicher oder angespannt sie sich in deiner Gegenwart fühlen. Und das hängt ganz davon ab, wie du mit dir selbst umgehst – insbesondere unter Druck.

Ich betrachte dies auch als Voraussetzung für Beziehungsintelligenz. Es geht darum, wie man sich emotional verhält. Und es ist ein Aspekt von Führung, der selten gelehrt wird.


Was ist relationale Intelligenz?


Beziehungsintelligenz, ein Begriff, der vom Organisationspsychologen Dr. Adam C. Bandelli geprägt wurde, bezeichnet die Fähigkeit, erfolgreich mit Menschen in Kontakt zu treten und starke, dauerhafte Beziehungen aufzubauen. Sie ist nicht mit emotionaler Intelligenz gleichzusetzen. Sie ist anwendungsorientierter, kontextbezogener und eng damit verknüpft, wie andere einen wahrnehmen.

Für mich als Coach bedeutet Beziehungsintelligenz Folgendes: Können Sie die Verbindung zu sich selbst und anderen aufrechterhalten, wenn die Dinge schwieriger werden?

Dadurch wird Ihnen Folgendes ermöglicht:

  • Bleiben Sie ruhig, wenn die Leute Ihnen Widerstand leisten.

  • Hören Sie zu, wenn Sie etwas reparieren wollen.

  • Sei ehrlich, ohne dabei hart zu sein.

  • Raum schaffen, ohne kalt zu werden

Es geht nicht darum, emotional zu sein. Es geht darum, emotional zugänglich zu sein. So können Menschen in deiner Gegenwart klar denken, offen sprechen und darauf vertrauen, dass du auch in unangenehmen Gesprächen die Ruhe bewahrst.

Und ja, die Leute spüren den Unterschied. Ob sie es benennen oder nicht, Ihr Team nimmt Ihre Nervensignale ständig wahr.


Warum Ihr Nervensystem wichtig ist


Das kennen Sie sicher: Jemand betritt einen Raum und sagt die richtigen Dinge, aber irgendetwas stimmt nicht. Sie können es nicht genau erklären, aber Ihr Körper spannt sich an. Sie vertrauen der Person nicht ganz.

Das liegt daran, dass wir alle nach emotionaler Sicherheit suchen. Automatisch. Das ist Biologie.

Selbst wenn Ihre Botschaft klug und Ihre Absichten gut sind, spüren die Menschen, wenn Sie gehetzt, abweisend oder angespannt wirken. Sie zögern, machen dicht und halten sich zurück.

Das meine ich, wenn ich sage: Dein Nervensystem gibt den Ton an, bevor du etwas sagst.


Was ich im Coaching sehe


Ich arbeite mit Führungskräften zusammen, denen etwas an ihren Mitarbeitern liegt. Sie wollen gute Arbeit leisten, ihre Mitarbeiter wertschätzen und sich selbst treu bleiben. Doch sie wurden darauf trainiert, sich auf Ergebnisse zu konzentrieren, nicht auf die emotionale Wirkung.

Im Coaching sprechen wir über Teamdynamik, Konflikte, Feedback, aber was oft alles verändert, ist meine Frage: „Was passiert in Ihnen, wenn Sie führen?“


Sobald wir langsamer werden, bemerken das die Führungskräfte:

  • wie lange sie den Atem anhalten

  • wie sie durch die Stille eilen

  • wie sie ihre eigenen Gefühle vermeiden, um andere zu „schützen“.


Wenn Führungskräfte lernen, ihre innere Welt und ihre Energie besser wahrzunehmen, bemerken sie, wie ihr Tonfall weicher wird. Dass sich Menschen öffnen und die Kommunikation leichter fällt.


Praktische Wege, um mit Beziehungsintelligenz zu führen.


Hier sind ein paar Ideen, wie Sie Ihre Beziehungsintelligenz stärken können:

Hier beginnen:


1. Reflektiere über dich selbst, bevor du sprichst.

In welchem Zustand befinde ich mich? Kann ich im Moment überhaupt präsent sein?

2. Benennen Sie die Spannung (Ihre oder ihre).

Man muss nicht in die Tiefe gehen. Ein einfaches „Dieses Thema ist etwas heikel“ oder „Ich bemerke eine gewisse Zurückhaltung“ schafft Gesprächsraum.

3. Verlangsamen Sie Ihr Tempo. Besonders dann, wenn es hektisch zugeht.

Wenn du langsamer wirst, können es auch andere. Dein Nervensystem gibt den Takt vor. Wenn du hetzt, reagieren andere entsprechend.

4. Frage: Wie fühlen sich die Leute, nachdem sie mit mir zusammen waren?

Habe ich Verbindung geschaffen? Klarheit? Erleichterung? Druck? Unbehagen? Das ist Ihre wahre Führungswirkung.






 
 
 

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